Alternativen für die Frau

10.000 bis 17.000 Tampons oder Binden benötigt eine Frau in ihrem Leben. Das sind 45 Milliarden Produkte pro Jahr weltweit 😨 (laut erdbeerwoche.com). In anderen Zahlen dargestellt: in Deutschland produzieren alle Frauen zwischen 15 und 45 Jahren mehr als 20.000 Tonnen Damenhygieneartikelabfall (laut der Firma Lunapads).

Es gibt in der Damenhygienenwelt sehr viele unterschiedliche Produkte zum anschließendem Wegwerfen. In den Slipeinlagen, Binden und Tampons befinden sich bedauerlicherweise ebenfalls wie in den Wegwerfwindeln einige sehr bedenkliche Inhaltsstoffe, die für den menschlichen Organismus sehr schädlich werden können. Diese sind zum Beispiel Glyphosat, Phthalate, Formaldehyd, Dioxin. Die Menge ist zwar recht gering, aber da vor allem Tampons mit der Schleimhaut lange in direkten Kontakt kommt, gehen regelmäßig diese Stoffe auch in den Körper über und können nur sehr langsam wieder abgebaut werden.

Wenn wir unsere Kinder nun in Stoffwindeln wickeln, weil es gesünder für Kind und Umwelt ist, warum nutzen wir das nicht auch für unseren Mütter-Alltag?

Umso interessanter ist es zu erfahren, dass auch wir weitere Alternativen haben können. Es gibt mittlerweile schon viele Produkte, die sehr nachhaltig sind, wobei einige Produkte keine Neuerfindungen sind. Es gibt Slipeinlagen* und Binden* in den unterschiedlichsten Größen, Formen und Farben. Sie sind genauso einfach zu reinigen wie die Stoffwindeln und fallen in der Wäsche gar nicht als Zusatzbelastung auf.

Hier zu sehen sind Binden, Slipeinlagen, Wetbags, Menstruationstassen und Stoffpads

Weiterhin gibt es auch Menstruationstassen* in unterschiedlichen Größen und Farben. Sie bestehen aus medizinischem Silikon und sind somit super hygienisch. Nach der Benutzung werden die einfach unter fließendem Wasser mit einer milden Seife (zum Beispiel, die von Lunette*) gereinigt. Am Ende der Blutung wird sie einmal abgekocht und damit ist sie für die kommende Periode wieder einsatzbereit. Die Menstasse kannst du sogar bis zu 12 Stunden tragen. Bei stärker Blutung sollte sie vorsorglich öfter entleert werden und das machst du halt einfach in der Toilette. Das Risiko eines toxischen Schocksyndroms (verursacht durch Vermehrung bestimmter Bakterien, die sich beispielweise im Tampon gut vermehren können sowie sodann im Körper) ist um ein vielfaches geringer. Einige Benutzerinnen berichteten zudem, dass mit der Benutzung der Tasse, die Menstruationsschmerzen geringer sind. Das Einsetzen und Entfernen der Tasse ist gerade am Anfang etwas schwierig. Die Körper sind unterschiedlich gebaut und es gibt unterschiedliche Griffe beim Einführen. Man muss sich halt auch da erstmal etwas durchtesten, um die geeignete Variante zu finden. Bei mir hat es ungefähr 5 Zyklen gedauert, bis ich den „Dreh“ raus hatte. Es kann aber auch wesentlich schneller gehen. Sein Blut aus einem anderen sehr direkten Blickwinkel zu sehen, ist am Anfang unglaublich ungewohnt, aber nach kurzer Zeit hat man sich auch daran gewöhnt.

Wenn man bedenkt, dass die Lebensdauer einer Tasse „in der Regel“ 10 Jahre beträgt, ist eine durchschnittliche Investierung von 15 bis 30 € für EIN Produkt mehr als erschwinglich. Im Vergleich dazu investiert eine Frau im Durchschnitt in der gleichen Benutzungszeit ca. 400 €, wenn sie tagsüber Tampons und nachts Binden trägt.

Dann gibt es auch Stofftampons. Diese werden einfach nach belieben zusammengerollt, eingeführt und landen anschließend in der Wäsche. Damit es keine unnötigen Flecken gibt, sollte Blut mit kaltem Wasser vorher ausgespült werden. Mit diesen Methoden braucht ihr keine Angst zu haben, unvorbereitet in die Menstruationszeit zu kommen, denn ihr habt ja immer alles daheim parat. Ferner gibt es auch biologisch abbaubare Tampons, die aus 100 % Biobaumwolle bestehen.

Wenn ihr unterwegs seid und müsst mal die Binde wechseln, ist dies auch gar kein Problem. Man kann sie ganz klein zusammenknöpfen (ich finde, es sieht dann aus wie ein kleiner Brief) und kann es in ein kleines Wetbag* packen, welches geruchs- und feuchtigkeitsundurchlässig ist, aber atmungsaktiv, damit nichts stocken/schimmeln kann. Es gibt auch kleine Versionen der Nasstaschen mit zwei Unterteilungen, so dass man in einem Fach die benutzen Binden aufbewahren kann und in dem anderen die Unbenutzten.

Wie oft ich früher meinen Mann beauftragt habe, mir noch eine Packung Tampons mitzubringen 🤔 ich glaube, er ist nun auch froh darüber, dass er keine mehr mitbringen muss 😅

Menstruationsschwämme* gibt es ebenfalls auf dem Markt. Sie sind zu handhaben ähnlich wie Tampons. Diese werden nach der Verwendung mit Wasser gereinigt und können anschließend gleich wieder verwendet werden.

Was ich weiterhin noch empfehlen kann und es hat zwar nichts mit der Monatsblutung zu tun, aber dennoch ein tolles Gadget im Badezimmer. Ich meine Abschminkpads. Entweder man kauft sich welche oder wer ein Händchen dafür hat, kann sich selber welche häkeln, so wie ich es letztes Jahr gemacht habe. Ich habe welche zu Weihnachten verschenkt und sie werden heute noch begeistert benutzt. Auch da könnt ihr eine Menge an Müll und Chemie vermeiden. Entweder benutzt man sie mit Creme oder wie ich mit etwas Babyöl und wäscht sie anschließend in der Waschmaschine.

Wer kennt noch das eine oder andere, was für die Mutti gut ist und wo man etwas Müll vermeiden kann?

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