Badezimmer: Toilette und Dusche – Versuchs- und Testreihe Teil 2

Ich hatte bereits im 1. Teil angekündigt, dass meine Toilettentabs langsam dem Ende zugehen und somit habe ich mich an die Arbeit gemacht und neue hergestellt. Als Grundlage dient die Anleitung von smarticular.net. Die Anleitungen sind kurz, knapp und gut verständlich.

Zuerst sucht man sich am Besten alle Utensilien und Zutaten zusammen. Ich habe dieses Mal nur die Hälfte der angegebenen Zutaten verwendet. Laut Rezept sollen ca. 20 Tabs entstehen. Mit meinen Förmchen und der Hälfte der Zutaten bekomme ich in Etwa 14 Stück raus.

Ich habe 150 g Natron in eine Schüssel gegeben und 1,5 TL Wasser hinzugefügt. Alles wird gut durchgerührt. Die Masse erinnert dann an matschigen Sand.

Anschließend kommt nach Geschmack ätherisches Öl (5 bis 10 Tropfen) dazu. Ich habe mich für Teebaumöl entschieden, da dies eine desinfizierende Wirkung hat. Nachdem ein weiteres Mal alles gut durchgemixt wird, kommen 50 g Zitronensäure (in Pulverform) hinzu. Dann wird laut Anleitung nochmals 20 Sekunden gründlich gemixt. Hiernach wird die Masse portioniert. Dazu kann entweder die Masse mit einem Messlöffel auf eine Unterlage gestürzt oder in eine Eiswürfel- oder Silikonform gefüllt werden. Dieser Vorgang muss allerding recht zügig vonstattengehen. Die Masse nochmals andrücken und dann durchtrocknen lassen. Wenn der Trocknungsvorgang vorüber ist (ich warte rein vorsichtshalber 1-2 Tage), die fertigen Tabs in ein luftdichtes Gefäß umfüllen.  

Bei diesem Rezept sollte man sich unbedingt an die Anweisungen halten.

In meinem letzten Versuch habe ich wahrscheinlich den etwas größeren TL für das Wasser verwendet, denn nach dem Einfüllen in das Förmchen, hat das Mittel bereits begonnen zu reagieren. Es quoll viel zu stark auf und ich hatte am Ende eine große feste Masse. Ich habe es zwar anschließend auseinanderbrechen können, so dass ich doch noch kleinere Teile habe, aber schön sahen sie dann nicht mehr aus. Das Aussehen stört mich im Grunde genommen auch nicht besonders, da sie ja eh im Klo landen. Da aber bereits eine Reaktion verursacht wurde, die eigentlich erst im WC-Wasser erfolgen sollte, ist somit die eigentliche Reinigungskraft vorab abhandengekommen. Man kann sie dennoch benutzen, aber ich musste feststellen, dass ich dann die doppelte Menge benutzen musste. Mein Fazit bei der Herstellung: wenn du unterschiedlich große Teelöffel hast, entscheide dich ruhig für den Kleineren.

Das Toilettenwasser soll erst die Reaktion von dem Natron und der Zitronensäure auslösen. Sobald der Tab im Wasser liegt, fängt es an zu Aufzuschäumen. Am besten einige Zeit einwirken lassen und bei hartnäckigen Verschmutzungen ruhig mehrere Stunden.

Wer die Tabs aus dem Supermarkt kennt, wird sicherlich den Unterschied merken, dass man mit den selbst hergestellten Tabs etwas kraftvoller die Bürste schwingen muss. In den Supermarkt-Tabs stecken natürlich viel mehr Inhaltsstoffe drin, die den Dreck lösen. Aber das sind auch die Inhaltsstoffe, auf die man verzichten sollte, da diese chemischen Bestandteile zum Großteil auch sehr giftig für Mensch, Tier und Umwelt sind.

Weiterhin steht ein weiterer Versuch auf meiner Agenda: Duschkabinenreiniger.

Wir haben uns erlaubt, eine neue Dusche einzubauen. Die Alte bestand aus  PVC (Polyvinylchlorid) und war bereits 23 Jahre in unserem Haus im Einsatz [zur Info: wir haben das Haus gebraucht gekauft ;-)]. Es war schon gar nicht mehr möglich, sie so sauber zu bekommen, wie ich es gerne gehabt hätte. Somit wurde sie kurzerhand durch eine Glaswandduschkabine ersetzt. Nach kurzer Zeit wurden die ersten Glücksgefühle durch hässliche Kalkflecken erstickt. Trotz des Einsatzes eines Duschkabinen-Abziehers. Der Wasserhärtegrad liegt bei uns bei 13 ° dH (mittelhart). Um länger Freude an der neuen Dusche haben zu können, kam mir der Gedanke an der Herstellung eines Reinigers. Dank einer Internet-Suchmaschine bin ich auch schon sehr bald fündig geworden. Ich bin wieder auf der Internetseite von smarticular.net gestoßen.

Die Herstellung las sich wieder super einfach, also worauf noch warten?

Nach dem ich wieder alle Utensilien zusammengesucht habe, konnte ich mit dem Mixen auch schon gleich anfangen. Am besten eignet sich eine alte Sprühflasche (am besten so etwas nicht immer gleich wegwerfen, denn vor allem die Behälter von Putzmitteln eignen sich super zum Wiederverwenden, auch wenn sie aus Plastik sind). In diese habe ich einen gehäuften TL Zitronensäure (Pulver) gefüllt und die Flasche sodann mit 500 ml lauwarmen Wasser aufgefüllt. Danach habe ich noch 2 TL Geschirrspülmittel reingefüllt. Ich habe dafür das Spülmittel von seventh generation gewählt, da es keine Duft- und Farbstoffe enthält und die Verpackung aus 100 % recyceltem Plastik besteht. Aber das kann man je nach Geschmack selbst entscheiden. Das Spülmittel ist dazu da, damit die Oberflächenspannung gebrochen wird, damit das Mittel auf glatten Oberflächen haften bleibt und nicht einfach abperlt. Nur noch einmal ordentlich geschüttelt und dann ist das Mittelchen einsatzbereit. Wer mag, kann auch noch ätherische Öle nach Geschmack mit ran machen. Dazu bieten sich gut die desinfizierenden Öle an wie Zitrone, Teebaumöl oder Lavendel.

Nun gibt es laut Beschreibung mehrere Möglichkeiten der Anwendung. Entweder sprüht man nach dem Duschen die Wände ein, so dass man beim nächsten Duschvorgang es wieder abspült. Putzt zwischendurch einfach damit die Wände oder man sprüht vor dem Duschen alles ein. Ich habe ich mich für letzteres entschieden, denn das scheint die Variante zu sein, die für mich am sinnvollsten ist. Bevor ich morgens Duschen gehe, sprühe ich einfach alles ein, so dass ich während des Duschens einfach nur mit dem Wasserstrahl aus dem Duschkopf über die Wände gehe.

Bei sehr hartnäckigen Flecken muss man doch noch etwas Kraft aufbringen und etwas schrubben, aber sodann regelmäßig angewendet, soll es super wirken. Die Wirkkraft kann auch noch etwas verstärkt werden, in dem man die Dosis der Zitronensäure erhöht.

Nun habe ich das Mittelchen seit zwei Wochen im Einsatz und ich muss sagen, dass ich sehr zufrieden bin. Ich brauchte nach der Anwendung bisher nicht einmal nachschrubben. Der weitere Vorteil ist, dass die Kabine zitronenfrisch riecht, anders als bei herkömmlichen Mitteln aus dem Laden, bei denen man das Gefühl hat, man ätzt sich gleich die Nasenhaare weg durch die beinhalteten Chemikalien.

Teil 3 meiner Versuche folgt demnächst …

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